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Artikel in der Badischen Zeitung vom 12. März 2014

Der Teninger Tafeltest

 

Schilder, die jeden den Weg finden lassen / Lob beim Schwarzwaldverein: Wandern hält fit.

                                                         

 

Die Bedeutung des Schwarzwaldvereins wurde besonders deutlich durch die Ehrung für 40 Jahre aktive Treue und Dienst im Zeichen der „Roten Raute“. Foto: Karlernst Lauffer

 

TENINGEN. Wanderwart Konrad Ganz berichtete von 1308 Teilnahmen an Wanderungen und Radfahrten berichten. Wegewart Rolf Hüglin hatte 74 Kilometer notiert, an denen jetzt die Beschilderung abgeschlossen ist. Und auch Vorsitzende Renate Geisert stellte mit Stolz fest, dass der Sonnensaal fast überfüllt sei bei dieser 40. Hauptversammlung – die ganze Versammlung atmete Zufriedenheit.

Auch im angelaufenen Geschäftsjahr wurden wieder Interessierte aufgenommen und die Homepage werde sehr gut genutzt. Die Vereinsarbeit bereite Freude, weil viele mitwirkten, sagte Geisert. Dies komme nicht nur den Mitgliedern zugute, sondern "wir machen auch gute Arbeit für die Allgemeinheit".

Für die Wanderer sei ein abwechslungsreicher Plan erstellt worden, wobei die Gesamtauflage wieder um 50 Exemplare erhöht wurden. 2014 sei durch zwei Jubiläen gekennzeichnet. Zum einen feiere der Hauptverein sein 150-jähriges Bestehen und der Teninger Verein sein 40-jähriges, am 29. Juni in der Winzerhalle Köndringen.

Nur einen Wermutstropfen hatte die Vorsitzende im Bericht: Auch der Teninger Verein sucht noch immer einen Naturschutzwart, womit er sich in schlechter Gesellschaft mit den verschiedenen anderen Schwarzwaldvereinen befinde.

 Wegewart Konrad Ganz berichtete von einem speziellen Test der Teninger Wegebeschilderung: Ein nicht so orientierungsstarkes Mitglied werde alleine auf den Weg geschickt und wenn "der- oder diejenige sich nicht verirrt, ist die Wegemarkierung in Ordnung". In Ordnung hält der Wegewart mit seinen Helfern 52 Kilometer gelbe Raute, elf Kilometer Breisgauer Weinweg, sechs Kilometer Querweg Donaueschingen/Rhein und noch fünf Kilometer untergeordnete Wege mit der blauen Raute. Insgesamt wurden fast 200 Stunden im vergangenen Jahr hier aufgewandt. Wenn die Wegepflege schwere Maschinen benötigt, hilft der Bauhof aus.

Conny Ganz listete 28 Tages-, zwölf Halbtages- und neun Radwanderungen sowie vier Mehrtagestouren auf. Auch die fleißigsten Wanderer hatte der Wanderwart fixiert: Gisela Schindler (407 Wander-Kilometer, Gerlinde Weiner (404) und Luitgard Enderlin (376).

In der Vorschau fiel en die Mehrtagestour an die Algarve ins Auge und die Radtour an die Mecklenburger Seenplatte unter der Führung von Peter Müller, der im vergangenen Jahr mit seiner siebentägigen Radwanderung an die Mosel überzeugt hatte.

Die Bedeutung des Teninger Schwarzwaldvereins wurde plastisch durch die Vielzahl der Mitglieder, die als Gründungsmitglieder für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden, unter ihnen Altbürgermeister Hermann Jäger. Bürgermeister-Stellvertreterin Gabi Bürklin, beruflich Leiterin der Sozialstation, begriff den Schwarzwaldverein als gesundheitliche Institution, diene er doch dazu, Kopf, Seele und Körper fit zu halten.

Hauptverein will mehr Platz für Mountainbiker


Geisert berichtete, dass der Hauptverein den Mountainbikern mehr Wege widmen wolle. Derzeit seien zwei Prozent als "Single Trail" für Biker vorgesehen; dieser Anteil soll auf zehn Prozent steigen, was eine reduzierte Unfallgefahr bedeute. Die Befürworter hoffen, auf diese Art und Weise mehr Mountainbiker davon abhalten zu können, durch den Wald abseits der Wege zu fahren, wo die Natur beschädigt und Pflanzen- und Tierwelt gestört werde.