Berichte über Familien Aktionen

Teningen BZ Dienstag 29.3.2016

Ostereisuchen beim Schwarzwaldverein fast eine Volkswanderung

Zum Ostereiersuchen des Schwarzwaldvereins Teningen kamen etwa 110 Menschen. Die Hälfte waren Kinder im Alter zwei bis etwa zehn Jahren.

  1. Geschafft! Groß und Klein sind nach der Ostereiersuche zufrieden – und hungrig! Foto: Dieter Erggelet

  2. Erfolgserlebnis bei der Hasenjagd Foto: Dieter Erggelet

TENINGEN. Findet hier eine Volkswanderung mit Kinderwagen statt? Diese Fragen stellten sich nicht wenige Spaziergänger, die am Samstag in der Teninger Allmend unterwegs waren. Zum Ostereiersuchen des Schwarzwaldvereins Teningen kamen etwa 110 Menschen. Die Hälfte waren Kinder im Alter zwei bis etwa zehn Jahren. Sie erlebten einen spannenden Nachmittag rund um die Jägerackerhütte im Tenninger Allmendwald. Mildes und sonniges Frühlingswetter sorgte für eine prächtige Stimmung.

Zuvor hatte Hildegard Armbruster und ein Helferteam vom Schwarzwaldverein Ostereier, Schokoladenhasen und kleine, selbst gebastelte Ostergeschenke an drei Stellen entlang des etwa zwei Kilometer langen Trimm- Pfads fachkundig unter Blättern, im Moos und unter Baumwurzeln versteckt. Hier galt es, das es das richtige Maß zu finden, nicht zu schwer und nicht zu leicht, so dass Kinder aller Alterskategorien nicht ohne Erfolgserlebnis nach Hause gehen. Für Hildegard Armbruster bedeutete das kein Problem, schließlich steht seit über sieben Jahren dieses Ereignis auf im Jahreskalender der Teninger Ortsgruppe. Mit der Familie Rees aus Teningen bastelte das Team in vielen Stunden Heimarbeit kleine phantasievolle Osterüberraschen.

Selbst gemalte und gestanzte Hinweisschilder mit originellen Hasenmotiven wiesen den Weg zur Suchstelle. Es war fast ein Familientreffen aus ganz Deutschland. Die Teninger Ostereiersuche scheint inzwischen bundesweit bekannt zu sein. Aus Wolfsburg, Darmstadt, Osnabrück Karlsruhe und der Umgebung von Stuttgart reisten ehemalige Teninger mit ihren Kindern an, um an dieser österlichen Suchaktion teilzunehmen.

Kerstin Oehlert ist in Emmendingen aufgewachsen und freut sich, mit ihren zwei Kindern den heimischen Wald im Frühlingskleid erleben zu dürfen. Kathrin Schott aus der Umgebung von Stuttgart stammt aus Teningen. Sie ist mit ihren Kindern Lina und Paula unterwegs. "Jetzt bin ich mit meinen vier Enkeln unterwegs, wo ich mich sonst fit halte," erzählt Rosemarie Albrecht, eine ehemalige Triathleten aus Malterdingen. Enkel Robin ist an diesem Tag nicht so ganz fit, er beobachtet das Geschehen aus dem Bollerwagen. Renate Geisert, Vorsitzende der Ortsgruppe Teningen des Schwarzwaldvereins , hatte zahlreiche Hände zu schütteln und Fragen über die nächsten anstehenden Termine zu beantworten.

"Bitte warten, bis alle zusammen sind, erst dann geht die Suche los", verkündete Hildegard Armbruster. Zweck war, dass nicht die flinksten Kinder die Eier den kleineren wegschnappten. Smartphones und Tablets wurden gezückt, um das Ereignis ausführlich zu dokumentieren. An der nächsten Station, wo Hildegard Armbruster die Schokoladenhasen unter dem Moos versteckt hatte, musste sie etwas energischer werden. "Gerechtigkeit muss sein", ermahnte sie. Wer schon ein Ei gefunden hatte, sollte sich an der Suche nach Schoko-Hasen oder Geschenken zurückhalten.

Naturkunde gab’s gleich dazu: Was sind das für weiße Blumen am Boden, fragte ein sechsjähriger Jungen seinen Vater. Anemonen, antwortete der spontan. Und die vielen blauen? Dank der Hilfe moderner Technologie wurde klar: Es handelte sich um Lerchensporn. Und die gelben am Bach? Nach zwei Klicks auf dem Tablet stellte sich heraus, es handelte sich um Scharbockskraut. Später erwies sich Stefan Rees als perfekter Feuermeister. Am Lagerfeuer auf dem Areal des Teninger Waldkindergartens hatte er einen großen Kessel Wasser erhitzt. Kinderpunsch und selbst gebackener Kuchen schmeckte unter freiem Himmel viel besser als zu Hause.