Schwarzwaldverein Teningen auf dem Steinkauzpfad

30. April 2019                                                  TENINGER NACHRICHTEN

 

Mit der Kaiserstuhlbahn wurde zur kürzlichen Wochentags-wanderung aufgebrochen.

 

Rund 20 Personen trafen sich mit Wanderführer Hermann Jäger beim „Bahnhöfle“ in Nimburg. Über Bötzingen ging es nach Wasenweiler auf die Strecke des Steinkauzpfades, der von Wasenweiler nach Riegel führt.

 

Der Themenpfad ist der, in seiner Art bedrohten, kleinsten Eule gewidmet, die es am Kaiserstuhl dank intensiver Bemühungen durch den NABU noch gibt. Wenn man Glück hat, kann man auf der Strecke seinen typischen Ruf noch vernehmen.

Die Strecke ist gut markiert und führt vom Bahnhof Wasenweiler in den alten Ortskern und zum Aufstieg auf den Böselsberg.

Am Weg stehen immer wieder Thementafeln, die einstimmen auf die historisch gewachsenen und noch gut erhaltenen Strukturen von Ort und Rebberg.

 

Die nicht umgestalteten Kleinterrassen sind gut zu sehen und von oberhalb hat man einen herrlichen Ausblick nach Süden über den Tuniberg zum Schwarzwald.

Entlang des Waldrandes zum Gagenhart kann man noch gut die hier frühervorhandenen Rebterrassen erkennen, die durch die große Reblausepidemie um 1910 vom Wald abgelöst wurden.

 

Der Waldrand bietet auch ein eindrucksvolles Panorama über den ehemaligen Verlauf eines östlichen Rheinarmes, vor der Regulierung, heute noch als Restniedermoor um den Schachenwald erkennbar.

Der Ausblick geht hin zum Schwarzwald mit dem deutlich erkennbaren Dreisamtal und der Stadt Freiburg. EinStück weit ging es noch über den bewaldeten Rücken des Gagenhart, um dann nach rechts, von großen Flächen Maiglöckchen gesäumt, Richtung Bötzingen abzubiegen.

 

Durch von Rebumlegungen geprägter Landschaft stößt man kurz vor dem Bötzinger Ortsteil Oberschaffhausen, auf den Bötzinger Brun-nenpfad.

Es wurde Zeit für eine Vesperpause, die auf dem dortigen Spielplatz stattfand. Ein besonderes Erlebnis war, dass eine Anliegerin die Wanderteilnehmer mit zwei Flaschen Wein spontan bewirtete.

Ein kurzes Stück an der Durchgangsstraße entlang und an der St. Albankapelle vorbei ging es alsbald über den Dettenberg in ein typisches Lösstal des Ostkaiserstuhls. Spätestens ab hier kann man sich vergegenwärtigen, warum die Strecke nach dem Steinkauz benannt worden ist: Mächtige Kirschbäume, im Talboden auch Kernobst, zieren die Terrassen.

 

Auf dem Lerchenberg angekommen, sieht man Eichstetten malerisch unten liegen. Hier am Degental wurde der Steinkauzpfad verlassen und den Ort bis zum Friedhof umgangen. Von dort führte der Weg an der Kirche vorbei, über die historische Dreisambrücke und an der alten Dreisam entlang zum Bahnhof Nimburgzurück, wo die müden Wanderer nach 12,5 km und 4,5 Stunden Wanderzeit, sich bei einem zünftigen Vesper im gast-freundlichen „Bahnhöfle" wieder erholten.