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Pressemitteilung der Badischen Zeitung von der 40-jährigen Jubiläumsfeier in der Köndringer Winzerhalle am 29.06.2014


Kultur und Bewegung

Schwarzwaldverein Teningen feiert sein 40-jähriges Bestehen / Bürgermeister Hagenacker: Wichtiger Beitrag zur Infrastruktur .

  1. Die Vorsitzende des Teninger Schwarzwaldvereins, Renate Geisert (links), erhielt von der Bezirksvorsitzenden Monika Distler die neue Vereinsfahne mit dem Slogan: „Wege, Wandern, Heimatpflege, Naturschutz“. Foto: Lauffer

 

TENINGEN. Stilgerecht eröffnete der Schwarzwaldverein Teningen seinen Jubeltag aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens mit einer Wanderung, die auch gleichzeitig Bezirkswandertag bedeutete, und einem stimmungsvollen Fest in der Köndringer Winzerhalle.

Diese Wanderung über die Köndringer und Heimbacher Gemarkung zeigte, was Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker in der vollbesetzten Halle später als eine bestimmende Aufgabe des Schwarzwaldvereins beschrieb: Die Verbindung von Kultur und Bewegung. Vorstandsmitglied Konrad Ganz hatte nicht nur eine gut begehbare Strecke durch die Weinberge ausgesucht, sondern führte dabei auch an zahlreichen Kleindenkmälern vorbei, die an diesem Wege stehe. Dazu gehört der Mörderstein zwischen Landeck und Heimbach genauso wie zwei alte Mühlen in Köndringen. Und weil Ganz sich in der Erfassung der Kleindenkmale engagiert, wusste er viel über die geschichtlichen Hintergründe zu erzählen. 83 Wanderer genossen diese Sonntagmorgen-Wanderung, auch weil der Regen erst einsetzte, als die Winzerhalle erreicht war, wo die Akkordeonspielgemeinschaft Teningen/Eichstetten unter von Andrea Rieß für beste Unterhaltung sorgte. 300 Mitglieder und Gäste des Bezirks Elztal-Nördlicher Breisgau hatten sich eingefunden.

Unter ihnen waren auch viele Gründungsmitglieder, denn der Schwarzwaldverein bemüht sich immer, auch für die Älteren attraktiv zu sein. Darauf wies Vorsitzende Renate Geisert, hin, die sich aber auch junge Mitglieder wünscht, um den Verein zukunftsfähig zu erhalten.

Bürgermeister Hagenacker sagte, der Schwarzwaldverein verbinde die Liebe zur Natur mit einem wichtigen Beitrag zur Heimatpflege, erschließe er doch durch seine Wegemarkierung mit einem ausgereiften Rauten-System die Landschaft. Das sei wichtig für die Menschen nicht nur in ihrer Wohnumgebung, sondern auch für den Tourismus. Die Markierungsarbeit, die von vielen einzelnen Mitgliedern gemacht werde, wollte Hagenacker als wichtige Infrastruktur-Leistung verstanden wissen.

Der Wandergedanke sei früher sehr lebendig gewesen, habe dann aber seine Attraktivität verloren. Heute sei Wandern wieder in und an dem Erhalt dieses Wandergedankens habe der Schwarzwaldverein entscheidenden Anteil. Auch der Outdoor-Gedanke habe sich aus dem Wandern entwickelt, wenn er auch zum Teil ganz andere Erscheinungsformen mit sich bringe. Fast brauche man heute schon für einen Rucksack eine Gebrauchsanweisung.

Bezirksvorsitzende Monika Distler ergänzte die Rede Hagenackers durch einige Hinweise auf den großen Schwarzwalverein des Landes, der, 1864 gegründet, in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert. Distler betonte die zahlreichen Angebote für die Alten.

Die Feier klang aus mit einer musikalischen Untermalung durch das Duo "Heimatklänge" (Gerhard Strub und Roswitha Haas), die gleich zu Beginn die Herzen der Besucher eroberten durch das Anstimmen des Liedes, das die Teninger bei der Gründung vor 40 Jahren gesungen haben: "Wenn die bunten Fahnen wehen": Gute Laune geht auch ohne Sonne.