, Rübner Wolf

Schwarzwaldverein auf heimatkundlicher Wanderung

Ins Naturschutzgebiet Unterer Wald führte Altbürgermeister Hermann Jäger am 1. Oktober eine beachtliche Wanderschar, darunter zahlreiche Gäste.

Vom Kiosk am Nimburger Baggersee ging es los am Feuerbach entlang bis zur Bahlingerstraße. Er erinnerte in seinen Erläuterungen an die Kiesausbeute durch die OHU in den 70er Jahren und die Einnahmen, welche die Gemeinde dadurch hatte. In rund 25 Jahren entstand in dem ehemals ausgestockten Waldgelände der Baggersee, der danach unter fachlicher Begleitung rekultiviert wurde. Mit bürgerschaftlicher Beteiligung entstand in einem Arbeitskreis ein Konzept, das darauf abzielte, einen großen Teil des Sees von jeglicher Freizeitnutzung freizuhalten. Entsprechende Sperrzonen wurden eingerichtet. Leider immer wieder in Einzelfällen missachtet.

Auf der anderen Seite der Bahlingerstraße beginnt das 1982 eingerichtete Naturschutzgebiet Unterer Wald. Schutzzweck: Erhaltung des Teninger Unterwaldes als Lebensraum verschiedener landschaftstypischer in unterschiedlichem Ausmaß grundwasserabhängiger Waldbestände mit artenreicher Flora und Fauna. Am kleinen Baggersee, der wegen seiner Anlehnung an das NSG von jeglicher Freizeitnutzung freigehalten wird, ging es den Eichenschlagweg und dem Feuerbach parallel zur Autobahn entlang. Hier konnte man den jüngeren Waldbestand in seiner Zusammensetzung und die vorhandene Bodenvegetation sehen.

Im nördlichen Teil vom Neumattenweg aus dominiert der Erlen-Eschen und Eichen-Hainbuchenwald. Einige der Eichen, vor allem am Geisbach entlang, sind über 200 Jahre alt. Alles überragend aber der hohe Anteil von Flatterulmen mit ihren imposanten Brettwurzel-bildungen wie sie in der Umgebung von Freiburg nur ganz selten zu finden sind. Die zahlreichen Altbestände sind wichtige Refugien und bieten Brutmöglichkeiten für viele Höhlenbrüter wie z.B. für alle einheimischen Spechtarten.

Am beeindruckenden Waldtrauf entlang des Geisbaches wanderte man schließlich wieder die Bahlingerstraße und dann durch die Feldflur über den Herzlachenweg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung an den Kiosk am Nimburger Baggersee. 7 km Wanderstrecke in 2,5 Std. waren bewältigt. Bei einem Vesper dort ließen die Wanderer nochmals das beeindruckende Geschehen Revue passieren.