, Schopferer Berthold

Rund um den Eichstetter Samengarten mit Ruth Buchner

Wir beginnen unsere Tour am Dorfgraben und schlendern bei nebelverhangenem Himmel gemütlich zum Samengarten.
Dieses farbenprächtige Kleinod am Rande der Weinberge zieht uns in ihren Bann – wo auf 5000 Quadratmetern mehr als 200 Pflanzenarten gedeihen. Die Stiftung Kaiserstühler Garten macht es sich zur Aufgabe, den Reichtum an Kulturpflanzen in der Region zu erhalten.

Zunächst lassen wir uns vom Eichstetter Geopfad hinein in die Erdgeschichte des Kaiserstuhls führen.

Wir wandern einen weichen Wiesenweg entlang und erreichen einen Lössstollen, der 35 m tief in den Berg hinein gegraben ist.

Leider ist uns der Blick zum Eichelspitzturm durch den Nebel verwehrt und wir wandern weiter hinein ins Rusental, eine Senke, die von der Flurbereinigung weitgehend verschont geblieben ist.

Wir entdecken am Wegesrand Gesteinsarten, die für den Kaiserstuhl ganz typisch sind: Mergel und Phonolith. Durch einen kleinen Hohlweg gelangen wir zum Steinbruch Meisensatz, dort lässt sich eine typische Gesteinsart erkennen: der grauschwarze Tephrit.

Weiter geht es durch die Reben, hoch zur Waldhütte am Käferholz wo uns endlich die Sonne bei einer gemütlichen Vesperpause verwöhnt und den Blick in die Rheinebene frei gibt.

Und schon befinden wir uns auf dem Rückweg durch die flurbereinigten Weinberge, erreichen den Steinkauzpfad, bewundern am Ortseingang den liebevoll gestalteten Natur-Kindergarten, vorbei am Breitenwegerhof wo die Kühe ringsherum auf den Wiesen weiden und die Hühner gackernd um den Mobilstall herum rennen.

Im Kaffee „Mitnander“, im Schwanenhof, lassen wir bei leckerem Kuchen und Kaffee diesen eindrücklichen, wunderschönen Wandertag gemütlich ausklingen.